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Schwangerschaft: Schwangerschaftsverlauf
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Befruchtung und Einnistung

Nach der Ovulation ist die Eizelle für höchstens 12 Stunden befruchtungssfähig. Innerhalb dieses Zeitraums müssen die Spermien im Eileiter sein. Zwischen der Befruchtung und der Einnistung der Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut liegen ungefähr sechs Tage. Während dieser Zeit teilt sich die Eizelle und es entsteht schließlich ein aus mehreren Zellen bestehendes Bläschen (Blastozyste).

Die Blastozyste nistet sich in der Gebärmutterschleimhaut ein. Unter dem Einfluß von Progesteron bildet sich die Schwangerschaftsschleimhaut, welche ein günstiges Milieu für die weitere Entwicklung des Keimes bietet. Sie ist besonders gut durchblutet und der menstruelle Zerfall der Schleimhaut bleibt aus. Das Ausbleiben der Regelblutung ist auch eines der ersten Schwangerschaftszeichen.

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Die körperlichen Veränderungen

Aus der Blastozyste entwickelt sich der Embryo, der von einer mit Fruchtwasser gefüllten Fruchthülle geschützt wird. Das Fruchtwasser dient dem Kind als Trink- sowie Ausscheidungsreservoir und ermöglicht seine Beweglichkeit.

Nach außen wird die Fruchthülle von Eihäuten abgegrenzt.

An den Eihäuten entwickeln sich Zotten, die an besonders umschriebenen Stellen mit der Gebärmutterschleimhaut verwachsen und den Mutterkuchen (die Plazenta) bilden.

Der Mutterkuchen ist das wichtigste Organ zum Stoffwechsel zwischen Mutter und Kind. Die in den Zotten enthaltenen Blutgefäße wachsen zu immer größeren Gefäßsystemen zusammen und bilden schließlich die Nabelschnur. Sauerstoff- und nährstoffreiches mütterliches Blut gelangt über die Nabelschnur zum Kind. Die Abbauprodukte des kindlichen Organismus werden ebenfalls über die Nabelschnur an die mütterlichen Stoffwechselorgane (Lunge, Leber, Niere) zur Ausscheidung abgegeben.

In der Plazenta werden auch wichtige Hormone gebildet. In den ersten Wochen entsteht in der Plazenta das hCG (humanes Choriongonadotropin). Dieses Hormon unterstützt den Schwangerschaftsgelbkörper, genügend Progesteron zu bilden. Schon 2 - 8 Tage nach Ausbleiben der Regelblutung kann man Choriongonadotropin im Blut oder Urin der Frau als sicheres Schwangerschaftszeichen nachweisen (hormonaler Schwangerschaftstest).

Daneben bildet die Plazenta Östrogene, vor allem aber Progesteron, das dominierende Schwangerschaftshormon. Durch Progesteron wächst die Muskelschicht der Gebärmutter, wird aber auch gleichzeitig ruhig gestellt (Verhinderung von Wehen). Die Brustdrüsen werden auf ihre Stillfunktion vorbereitet. Die Sexualhormone haben aber nicht nur Einfluß auf die Genitalorgane, sondern auf den gesamten mütterlichen Organismus. Sie regen die gute Durchblutung des ganzen Körpers an, so daß Schwangere oft "blühend" aussehen. Die erhebliche Hormonumstellung bringt aber auch Probleme mit sich, vor allem zu Beginn der Schwangerschaft (z.B. Verstopfung, Wassereinlagerung in den Beinen).




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Die Entwicklung des Kindes

Das Kind entwickelt sich im Mutterleib nach einem konstanten Zeitplan (dem Determinationskalender). Schädliche Einflüsse wie Krankheitsserreger, Alkohol, Nikotin, Drogen oder Streß der Mutter sind für den Embryo (4. - 9. Schwangerschaftswoche) am gefährlichsten, weil in der Embryonalzeit praktisch alle inneren Organe angelegt werden (Gefahr von Mißbildungen).

Der Determinationskalender ist genetisch festgelegt. Dies betrifft auch die Entwicklung der Geschlechtsorgane. Interessanterweise benötigt die Ausbildung des weiblichen Geschlechts noch nicht die Wirkung der Sexualhormone sondern ist rein genetisch vorbestimmt. Zur Ausdifferenzierung des männlichen Geschlechts werden männliche Sexualhormone benötigt, die der Fetus selbst produziert.




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Textinhalte wurden von der Bayer (Schweiz) AG zur Verfügung gestellt