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Sexualhormone: Wirkungsweise
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Die weiblichen Sexualhormone werden vor allem in den Eierstöcken gebildet - bei der schwangeren Frau zusätzlich in der Placenta (dem Mutterkuchen). Über den Blutweg gelangen sie an ihre Zielzellen. Das Hormon kann seine Information aber nur dann weitergeben, wenn Zielzelle und Hormon sich "erkennen": Nach dem Schlüssel-Schloß-Prinzip bindet das Hormon an Bindestellen (Rezeptoren) der Zielzellen und regt Stoffwechselprozesse an oder bremst sie.

Wie aber wird sichergestellt, daß die Menge der gebildeten Hormone auch immer dem jeweiligen Hormonbedarf entspricht? Zur Regulation gibt es ein fein abgestimmtes Rückkopplungssystem:

Der Hypothalamus (ein Teil des Zwischenhirns) ist die oberste Kontrollinstanz. Er schickt ein Freisetzungshormon an die Hypophyse (Hirnanhangdrüse). Die Hypophyse sendet daraufhin Gonadotropine (Hormone, die die Funktion der Keimdrüsen regulieren) an die Eierstöcke. In den Eierstöcken werden daraufhin Sexualhormone gebildet. Die Sexualhormone werden an den Blutkreislauf abgegeben und so zu den Zielorganen, aber auch zum Hypothalamus-Hypophysensystem transportiert.

Die Höhe der Sexualhormonspiegel im Blut entscheidet, ob die Aktivität des Hypothalamus-Hypophysensystems verstärkt oder gebremst wird. Hohe Blutspiegel von Östrogen und Gestagen hemmen die Freisetzung der Gonadotropine, während niedrige Sexualhormonspiegel die Hirnanhangdrüse zur vermehrten Produktion anregen. Dieses sogenannte "Rückkopplungsprinzip" ist auch die Grundlage für das Verständnis der Wirkungsweise der Pille und anderer hormonaler Präparate zur Empfängnisverhütung.






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