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Frau (hormonell): Hormonspirale (Intrauterin-System)
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Die Hormonspirale (auch IUS = Intrauterin-System genannt) ist die geeignete Methode für Frauen, die ein zuverlässiges, niedrig dosiertes Langzeitkontrazeptivum wünschen. Sie wird in die Gebärmutterhöhle eingelegt und setzt dort bis zu 5 Jahre kontinuierlich sehr geringe Hormonmengen frei. Der Empfängnisschutz ist mit dem der Sterilisation vergleichbar und beginnt sofort nach der Einlage in die Gebärmutter. Die Frau spürt die Hormonspirale nicht.

Der empfängnisverhütende Schutz beruht vorwiegend auf den lokalen Wirkungen der Hormonspirale, resp. des Gestagens in der Gebärmutter:

  • Der Schleimpfropf im Gebärmutterhals verdickt sich. Die Spermien können dadurch erschwert in die Gebärmutterhöhle vordringen. Die Verdickung des Schleims im Gebärmutterhals kann zusätzlich vor Entzündungen im Beckenbereich schützen.
  • Der zyklische Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wird stark vermindert, die Dicke der Schleimhaut nimmt deutlich ab. Eine Eizelle kann sich nicht in der Gebärmutterschleimhaut einnisten.
  • Die Beweglichkeit der Spermien wird gehemmt.

Das Intrauterin-System schützt nicht vor HIV oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Wenn Sie sich vor HIV oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützen wollen, benutzen Sie zusätzlich ein Kondom.




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Vorteile

Die Hormonspirale eignet sich für Frauen, die eine längerfristige und reversible Verhütung wünschen. Im Laufe der Anwendung der Hormonspirale baut sich die Gebärmutterschleimhaut nur schwach auf. Bereits während des 1. Jahres werden die Blutungen schwächer. Nach 12 Monaten können diese bei ca. 20% ganz ausbleiben.




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Verträglichkeit der Hormonspirale

Die für die Empfängnisverhütung notwendige Dosis des Gestagens ist sehr gering. Unerwünschte Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Brustspannen oder Übelkeit treten meist nur während der ersten Anwendungsmonate auf, lassen dann aber gewöhnlich bald nach. Einlage und Entfernung können mit leichten Schmerzen und Blutungen verbunden sein.

Wie bei jedem Arzneimittel gibt es Anwendungseinschränkungen, d.h. medizinische Gründe, die die Einlage der Hormonspirale verbieten oder gesundheitliche Zustände, die eine besondere ärztliche Überwachung erfordern.

Nachteile

Im 1. Zyklus nach der Insertion treten häufig Zwischenblutungen auf. Ein Teil der Anwenderinnen hat im 1. Monat verlängerte Blutungen. Diese bestehen nach 3 Monaten jedoch nur noch bei einem geringen Anteil (3%).

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Textinhalte wurden von der Bayer (Schweiz) AG zur Verfügung gestellt