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Frau (nicht-hormonell): Schwangerschaftsabbruch
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Trotz der zur Verfügung stehenden empfängnisverhütenden Maßnahmen werden Frauen auch heute noch ungewollt schwanger. Medizinische und soziologische Studien haben gezeigt, daß trotz aller Aufklärung immer noch mangelhaftes Wissen über die Biologie des eigenen Körpers und die Möglichkeiten zuverlässiger Empfängnisverhütung existiert. Ausserdem sind auch moderne Verhütungsmethoden mit einer bestimmten Versagerquote behaftet, die vor allem auf Anwendungsfehler zurückzuführen ist.

Die Verantwortung für die Schwangerschaftsverhütung sollten Frau und Mann gemeinsam tragen.

Der künstliche Abbruch einer Schwangerschaft sollte nicht als eine Methode der Familienplanung betrachtet werden.

Beim Schwangerschaftsabbruch erfolgt eine instrumentelle Ausräumung der Gebärmutter. Bei der Saugkürettage wird der Gebärmutterhals aufgedehnt und der Inhalt der Gebärmutterhöhle unter Unterdruck abgesaugt. Bei der Ausschabung (Kürettage) wird die Gebärmutterschleimhaut mit einem speziellen Instrument (Kürette) abgetragen.

Die häufigsten Komplikationen eines Schwangerschaftsabbruchs sind aufsteigende Infektionen, die schlimmstenfalls zur Unfruchtbarkeit führen können. Zu den Spätfolgen können auch Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaften infolge von Eileiterentzündungen gehören.

Medizinisch gesehen ist auch ein medikamentöser Schwangerschaftsabbruch in den ersten 9 Wochen der Frühschwangerschaft möglich. In verschiedenen Ländern wird hierzu die Substanz RU 486 (Mifepriston) eingesetzt. Es handelt sich um ein sogenanntes Antigestagen, welches die Wirkung des schwangerschaftserhaltenden Hormons Progesteron blockiert. Mifepriston wird in Tablettenform eingenommen und mit einem Prostaglandin kombiniert, einer Substanz, die zusätzlich wehenartige Kontraktionen der Gebärmutter auslöst.

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Textinhalte wurden von der Bayer (Schweiz) AG zur Verfügung gestellt